Exhibition Design


MNHA Musée National d'Histoire et d'Art Luxembourg


Museografie und Design-Konzept für die Sonder-Ausstellung
"Unter unseren Füßen - Archäologie in Luxemburg 1995-2010"
Ausstellungsgestaltung, Katalog, Folder und Plakate
gezeigt von Oktober 2011 bis September 2012, zweisprachig

MNHA

Ausstellungsgestaltung ist eine der Disziplinen des Kommunikationsdesigns.
Hier vereinen sich dreidimensionale Gestaltung mit Grafikdesign, multimediales mit klassischem Informationsdesign, didaktische mit unterhaltenden Aufgaben.

Das Projekt „Unter unseren Füßen – Archäologie in Luxemburg 1995-2010“ forderte all diese Aspekte ein. Raumgestaltung, Exponatpräsentation, didaktische Hintergründe in verschiedenen Informationstiefen, mediales, hauptsächlich visuelles Begleitmaterial, haptische Interaktionsflächen, und natürlich auch begleitende Printmedien wie Katalog, Folder, Plakate und Give-Aways.

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Im Gegensatz zu etlichen anderen Archäologieausstellung wurde hier eine thematische, nicht chronologische Gliederung bevorzugt. Jeder der sechs Räume sollte ein geschlossenes Thema behandeln; jedes Thema für sich unterschied sich stark in Vielfalt, Anzahl und Zeitspannen der Exponate. Auch den architektonischen Gegebenheiten der Sonderausstellungsräume des MNHA musste Rechnung getragen werden. Kleine, schmale, verwinkelte Räume im Altbau, teils zusammenhängend, teils allein stehend, und eine sehr große, hohe Halle im Neubau.

Unser Gestaltungskonzept setzt auf starke Farbigkeit, die die Themenbereiche von einander abtrennt und sich gegen die graue Grundausstattung der Museumsräume durchsetzen kann. Obwohl jeder Raum eine eigenen Inszenierung erhält, überspannt das Farb- und Gestaltungskonzept die gesamte Ausstellung und verbindet sie zu einem Ganzen. Durchgängig wird mit großen Wandbildern und Farbflächen gearbeitet, auch Sockel, Vitrinen und Detaillösungen werden in das Farbkonzept eingeschlossen. Den thematische „rote Faden“ stellt die Arbeit des modernen Archäologen, die statt aller Indiana Jones-Nostalgie ein Konglomerat verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen ist und die spektakulären Funde und deren Interpretation erst möglich macht.

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Die Arbeit an dieser Ausstellung war spannend und intensiv. In Paarung mit Interesse und Begeisterung für das Thema Archäologie war das Projekt nicht nur lehrreich, befriedigend und kreativ, sondern auch mit viel Spaß verbunden.

Die enge Zusammenarbeit mit der museumsinternen Projektleitung, den Kuratoren und Mitarbeitern des Museums lief reibungslos und dank moderner Kommunikationstechnik auch mit wenig Zeitverlusten. Eine der Vorgaben des Auftraggebers war es, in Konzeption und Ausführungsplanung die hausinternen Ressourcen miteinzubeziehen – sowohl die vorhandene „Manpower“ als auch der Fundus im Depot, in dem Vitrinen und Elemente aus vergangenen Ausstellungen lagern, die hier teilweise wieder zum Einsatz kommen sollten. Ebenfalls zu berücksichtigen war, dass die Ausstellung nach einem Jahr vollständig rückgebaut werden muss. Nicht zuletzt spielte auch das Budget eine Rolle.

Um die Umsetzung einer so umfangreiche Ausstellung zeitlich und finanziell in den Schranken zu behalten, bedarf es neben einer gut organisierten Projektleitung auch Enthusiasmus und Einsatzwille der Ausführenden. Die hausinternen Werkstätten haben hier hervorragende Arbeit geleistet, standen mit Rat, Tat und vielen guten Ideen bereit, jede Anforderung zu meistern.

©Fotos: Claudia Gornik und MNHA

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